Bussystem für den Neubau planen – der Weg zum Smart Home Bussystem beim Hausbau optimal planen – so geht’s

Smart Home-Technologien dürfen heute als Standard angesehen werden, wenn es um den Neubau geht. Doch worauf müssen Bauherren achten, wenn sie ein Bussystem optimal für den Hausbau planen wollen? In unserem Ratgeber nennen wir die Antwort.

Mit einem Smart Home Bussystem wird das Zuhause zum intelligenten Haus

Fazit zur optimalen Bussystem-Planung beim Hausbau

Für die Planung eines Bussystems ist Fachwissen in den Bereichen Elektroinstallation und Programmierung nötig. Natürlich lässt sich ein Bussystem autodidaktisch für einen Neubau planen, trotzdem empfehlen wir, hier auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. Am einfachsten haben es Bauherren, die auf ein Fertighaus Smart Home setzen. Viele Fertighaus-Hersteller haben mittlerweile smarte Modelle in ihrem Leistungskatalog. Übersichtsseiten wie Fertighaus.de helfen hier bei der Auswahl des richtigen Partners.

Bussystem für den Hausbau optimal planen – die drei wichtigsten Faktoren

Bei einem Bussystem setzen Bauherren auf eine kabelgebundene Vernetzung der einzelnen Gewerke. Die Buslinien verbinden die einzelnen Smart Home Geräte mit der Smart Home Zentrale und sorgen für den Datentransport. Bevor Bauherren mit der optimalen Planung für das intelligente Haus beginnen können, gilt es drei wichtige Faktoren zu beleuchten:

  • Budget: Zusammen mit den smarten Geräten sprechen Experten hier von ca. 8 bis 20 Prozent der Gesamtbaukosten. Günstiger ist es hingegen bei Fertighäusern.
  • Bussystem Es gibt eine Vielzahl von Smart Home Bussystemen. Weit verbreitet ist der offene Standard KNX.
  • Umfang: Welche Lebensbereiche soll das intelligente Zuhause abdecken? Die Antwort entscheidet zum Großteil über Installationsaufwand und anfallende Kosten.

Schritt 1: Bussystem für den Hausbau optimal planen – Anforderungen festlegen

Für die optimale Planung eines Bussystems für den Neubau ist es wichtig, ein Konzept zu erstellen. Dieses Konzept gilt als Planungsgrundlage und legt fest, welche Funktionen das intelligente Zuhause seinen Bewohnern anbieten soll. Dabei lassen sich verschiedene Kernbereiche unterscheiden, die wir nachfolgend aufzählen.

  • Licht: Eine automatische Lichtsteuerung gehört zu den Kernkompetenzen eines Bussystems. Dazu zählen das automatische An- und Ausschalten von Beleuchtungsmitteln, aber auch variierbare Lichtszenen, wie z. B. situationsbedingte Beleuchtungseinstellungen und Lichtfarben.
  • Energie: Zum Kernbereich Energie eines Bussystems zählt die automatische Temperaturreglung von Räumen. Dazu gehört zum Beispiel das automatische Schließen des Heizungsventils, sobald ein Fenster geöffnet und so effizient geheizt wird. Denn während kalte Luft von außen in die Wohnung gelangt, wird der Heizprozess automatisch pausiert. Aber auch die Zusammenarbeit von Smart-Home-Geräten mit einer Photovoltaikanlage und einem Solar-Energiespeicher gewinnt immer mehr an Bedeutung.
  • Sicherheit: Zum Thema Sicherheit zählen der Schutz der Bewohner vor Einbruch und Diebstahl, aber auch Brandschutz in Form von Rauchmeldern oder die Überwachung des Raumklimas durch eine CO2-Messung.
  • Verschattung: Unter Verschattung versteht man das automatische Schließen von Rollläden bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer oder aber zum Schutz des Gebäudes bei Unwettern.
  • Bedienung: Wie sollen die smarten Geräte des Hauses manuell bedient werden? Per Smartphone, Wand-Display oder Sprachsteuerung. Der Bedienkomfort ist wichtig, denn nur bei einfacher Bedienung werden die Möglichkeiten eines intelligenten Zuhauses auch von den Bewohnern genutzt.

Je genauer Bauherren die gewünschten Anforderungen an ihr zukünftiges Smart Home während des Planungsprozesses definieren, umso reibungsloser gelingt später die Umsetzung. Fertighausanbieter und Elektrofachkräfte können hier beratend zur Seite stehen und ihren Erfahrungsschatz zur Verfügung stellen.

Schritt 2: Bussystem für den Hausbau optimal planen – Gewerke und Größe ermitteln

Stehen die gewünschten Anforderungen und Funktionen fest, können die Gewerke geplant werden. Die Kabelstrecke folgt dabei in der Regel der Elektroinstallation. Bei einem Neubau ist es deshalb wichtig, entsprechende Leerrohre einzuplanen.

Bei Steckdosen und Lichtinstallationen ist das noch relativ einfach, denn die sind auch in traditionellen Häusern vorhanden. Soll aber auch eine automatische Verschattung erfolgen, muss das Kabel des Bussystems auch bis zu den elektrischen Jalousien führen. An dieser Stelle wird schnell klar, weshalb es so wichtig ist, einen durchdachten und möglichst detaillierten Anforderungskatalog zu erarbeiten: Nachträgliche Änderungen erfordern sonst aufwändige und kostspielige Baumaßnahmen.

Welche Elemente sollen über Sensoren kommunizieren können? Auch das sollten Nutzer bereits bei der Planung möglichst detailliert aufschreiben. Zu den wichtigsten Elementen zählen:

  1. Anzahl Fenster: Wichtig für die Bereiche Verschattung aber auch Energie.
  2. Anzahl Steckdosen: Sollen die Steckdosen ebenfalls schaltbar und in automatisierte Abläufe integrierbar sein? Falls ja, kann z. B. der TV oder andere Stand-by-Geräte nachts ab 24 Uhr automatisch abgeschaltet werden. Das spart Energie und Stromkosten.
  3. Anzahl Lichtschalter: Soll das Licht in den Räumen zum Beispiel per Smartphone App bedienbar sein, dann müssen auch die Lichtschalter mit dem Bussystem verbunden werden.

Die Vielzahl der Möglichkeiten zeigt: Die gründliche Planung eines Bussystem Smart Homes ist wichtig und nicht immer ganz einfach.

Schritt 3: Bussystem optimal planen – Sensoren und Aktoren kalkulieren

In Schritt eins und zwei haben wir festgelegt, welche smarten Funktionen das Bussystem zukünftig ausführen können soll und welche Lösungen im Fertighaus und Neubau dafür vernetzt werden müssen. Im dritten Schritt wird es noch konkreter, denn jetzt müssen Bauherren herausfinden, welche Sensoren und Aktoren dafür benötigt werden.

  • Zu den Bussystem Sensoren zählen Bausteine, die eine Umgebungsfunktion aufnehmen, das kann ein Lichtsensor, Temperatursensor oder aber ein Bewegungsmelder sein. Die Werte und Zustände, die der mit dem Bussystem verbundene Sensor misst, werden an die Smart Home Zentrale weitergeleitet. Hat ein Haus z. B. zehn Fenster und die Rollos sollen bei Sonneneinstrahlung automatisch herunterfahren, werden zum Beispiel zehn Lichtsensoren benötigt.
  • Zu den Bussystem Aktoren zählen Bausteine, die eine Aktion umsetzen. Ein Bussystem Aktor kann zum Beispiel ein elektrischer Rollladen sein. Erhält die Smart Home Zentrale die Sensor-Information, dass die Sonne scheint, weist sie den Rollladen an, mechanisch herunterzufahren.

Auch hier zeigt sich, dass für die Planung eines Bussystems ein Wissen über die Einsatzmöglichkeiten von Sensoren und Aktoren von Vorteil ist.

Schritt 4: Bussystem für den Hausbau optimal planen – Produktauswahl treffen

Im vierten Schritt geht es um die Auswahl der Smart Home Produkte. Dabei ist es wichtig, dass die Geräte mit dem ausgewählten Bussystem kompatibel sind. Das offene Bussystem KNX bietet hier eine große Geräteauswahl, andere Anbieter, wie myGEKKO oder Loxone unterstützen im Vergleich dazu nur ausgewählte Smart Home Geräte oder Lösungen von Partnerunternehmen.

Auch hier gilt: Wer die Planung und Umsetzung eines Bussystem an einen Haustechnik-Experten übergibt, hat es einfacher, denn Bauherren müssen sich in diesem Fall nicht selbst um die Geräteauswahl und deren Kompatibilität kümmern. Stattdessen können sie auf das Fachwissen eines Profis bauen und eigene Fehler bei der Geräteauswahl vermeiden.

Tipp: Noch einfacher haben es Bauherren, die auf ein Fertighaus setzen. Hat der Anbieter entsprechende Hausmodelle in seinem Produktportfolio, kann sich der Käufer in der Regel darauf verlassen, dass er bewährte Technik und optimal aufeinander abgestimmte Komponenten erhält. Durch die Systembauweise profitieren Fertighaus-Bauherren in den meisten Fällen auch von günstigeren Preisen.

Schritt 5: Bussystem für den Hausbau optimal planen – die Verkabelung

In Schritt 5 geht es um die Bussystem Verkabelung im Neubau. Generell haben Bauherren drei Möglichkeiten:

  • Verkabelung durch den Elektriker: Hier wird das Bussystem gleichzeitig mit der Elektrik vom Haustechniker mitverkabelt. Die Elektronikfachkraft übernimmt auch den Einbau der Smart Home Geräte und die anschließende Programmierung der Automatikfunktion.
  • Nachträgliche Eigenverkabelung: Hier sollten Bauherren darauf achten, dass für die spätere Eigenverkabelung noch genügend Platz für das Bussystem in den Kabel-Rohren vorhanden ist. Mitunter werden nachträgliche Baumaßnahmen nötig. Zudem sollte elektronisches Know-how vorhanden sein, denn falsch durchgeführte Elektroarbeiten können lebensgefährlich sein.
  • Fertighaus mit Bussystem: Bei einem Fertighaus, ist das Bussystem bereits optimal in die Wände integriert. Zwar ist die Individualität auf vorgegebene Lösungen limitiert, dafür ist die Verkabelung professionell verlegt.

Schritt 6: Bussystem optimal planen – Bedienung und Programmierung

Als letzter Schritt in der Planung eines Bussystems für den Hausbau gilt es, sich Gedanken über die Bedienung der Programmierung zu machen. Soll das Bussystem auch per Smartphone App bedienbar sein, wird zusätzlich zur Verkabelung auch ein Gateway benötigt, das die Brücke zwischen der Bussystem Smart Home Zentrale und dem Handy herstellt. Auf alle Fälle sollten Bauherren bei der Wahl des Bussystems großen Wert auf einfache Bedienung legen. Zudem sollte das System über eine Rechteverwaltung verfügen. Über diese kann der Administrator festlegen, welche Funktionen von allen oder nur bestimmten Personen genutzt werden dürfen.

Die Programmierung der Automatikfunktionen ist bei einem Bussystem kompliziert. Im Gegensatz zu einem kleinen DIY Smart Home, wird mit einem Bussystem meist ein komplettes Haus vernetzt, was auch mehrere Etagen miteinschließt. Wir empfehlen deshalb auch hier, immer auf einen Fachpartner zu setzen.

Auch hier gilt: Käufer eines Fertighauses profitieren von standardisierten Bussystem-Lösungen. Je nach Konfigurationswunsch stehen bereits vordefinierte Automatismen zur Verfügung, die nur noch aktiviert werden müssen. Das hält die Kosten niedrig und spart Zeit bei der Umsetzung.

Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.

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